Hebeanlage berechnen und Pumpenschacht technisch vorwählen.
Der Assistent führt durch die wichtigsten Projektdaten für Hebeanlagen, Doppelhebeanlagen und Pumpenschächte: Abwasserart, Rückstauebene, Förderhöhe, Druckleitung, Nutzung und Betriebssicherheit.
Auslegung nach Projektdaten
ACO Abwasserhebeanlage Muli-Star DDP 1.1 als Beispielprodukt aus dem Shop. Technische Auswahl nach Rückstauebene, Abwasserart und Förderhöhe.
Foto: ACO Passavant GmbH


Die passende Hebeanlage hängt nicht nur vom Preis ab.
Wer eine Hebeanlage kaufen oder einen Pumpenschacht auslegen will, braucht zuerst Klarheit über Medium, Rückstauebene und Betriebspunkt.
Eine Abwasserhebeanlage muss Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene rückstausicher entwassern. Ob eine Kleinhebeanlage, Einzelhebeanlage, Doppelhebeanlage oder ein Pumpenschacht passt, ergibt sich aus Abwasserart, geodätischer Förderhöhe, Druckleitungslänge, Rohrdurchmesser, Bögen, Zulaufhöhe und Nutzung.
Der Assistent liefert deshalb keine rechtsverbindliche Fachplanung, sondern eine strukturierte Vorauswahl. Das Ergebnis zeigt die wahrscheinliche Produktgruppe, typische Warnpunkte und passende Produkte aus dem Shop. Für ein belastbares Angebot werden die Daten anschliessend technisch geprüft.
Was der Assistent bewusst abfragt.
Die Eingaben orientieren sich an den typischen Entscheidungsfeldern für Hebeanlagen und Pumpenschächte.
Rückstauebene
Ablaufstellen unterhalb der Rückstauebene müssen sicher gegen Rückstau geschuetzt werden. Eine Druckleitung mit Rückstauschleife ist deshalb ein zentraler Planungspunkt.
Abwasserart
Fäkalienhaltiges Abwasser, fäkalienfreies Schmutzwasser, Oberflächenwasser und Sondermedien führen zu unterschiedlichen Anlagenarten und Normbereichen.
Förderhöhe
Die geodätische Höhe allein reicht nicht. Druckleitungslänge, Bögen, Armaturen und Rohrdurchmesser beeinflussen den Betriebspunkt der Pumpe.
Betriebssicherheit
Bei Gewerbe, Hotels, Kitas, Hausverwaltungen oder öffentlichen Einrichtungen ist eine Doppelhebeanlage häufig sinnvoller als eine Einzelpumpe.
Pumpenschacht
Bei Erdeinbau zählen Zulauftiefe, Schachthöhe, Belastungsklasse, Auftriebssicherheit, Steuerung und Wartungszugang.
Anfrageübergabe
Das Ergebnis kann direkt in die technische Anfrage übernommen werden. Dadurch werden Rückfragen reduziert und Angebote schneller belastbar.
Häufige Fragen zur Auslegung von Hebeanlagen
Antworten für Kunden, Planer und Betreiber.
Kann der Auslegungsassistent eine Fachplanung ersetzen?
Nein. Der Assistent dient der technischen Vorauswahl und strukturierten Anfrage. Die endgültige Auswahl muss anhand der Projektdaten, Herstellerangaben, Pumpenkennlinie und örtlichen Rückstauebene geprüft werden.
Welche Normen sind bei Hebeanlagen wichtig?
Wichtig sind unter anderem DIN EN 12050 für Abwasserhebeanlagen, DIN EN 12056-4 für Entwässerungsanlagen innerhalb von Gebäuden und DIN 1986-100 für nationale Regelungen der Grundstücks- und Gebäudeentwässerung.
Welche Daten brauche ich für eine belastbare Hebeanlagen-Auslegung?
Entscheidend sind Abwasserart, Rückstauebene, Zulaufhöhe, geodätische Förderhöhe, Druckleitungslänge, Rohrdurchmesser, Bögen, Einbauort, Nutzung, elektrische Versorgung und gewünschte Betriebssicherheit.
Wann ist eine Doppelhebeanlage sinnvoll?
Eine Doppelhebeanlage ist besonders sinnvoll bei gewerblicher Nutzung, hohem Abwasseranfall, kritischem Betrieb, öffentlichen Einrichtungen oder wenn ein Pumpenausfall vermieden werden muss.
Wann brauche ich einen Pumpenschacht?
Ein Pumpenschacht ist sinnvoll, wenn Abwasser außerhalb des Gebäudes gesammelt und über eine Druckleitung gehoben werden muss, zum Beispiel bei Erdeinbau, tiefliegenden Ablaufpunkten oder fehlendem Gefälle.